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Trockene Augen bei Bildschirmarbeit – was wirklich hilft
Trockene Augen bei Bildschirmarbeit sind eine der häufigsten Beschwerden im Büroalltag. Wer stundenlang auf den Monitor blickt, kennt das Brennen, das Jucken und die Müdigkeit am Abend. Die Ursache liegt dabei selten an den Augen selbst, sondern an der Art, wie wir am Bildschirm sehen. Bei Optik Wolf in Bensberg hören wir täglich von gereizten Augen nach langen Arbeitstagen. Wer online nach dem Stichwort trockene Augen Bildschirmarbeit sucht, findet unzählige Ratschläge, doch nicht alle helfen wirklich weiter. In diesem Ratgeber erklären wir, warum der Bildschirm die Augen austrocknet, und geben Ihnen einfache, alltagstaugliche Tipps, mit denen Sie spürbar entspannter durch den Tag kommen.
Warum Bildschirmarbeit die Augen austrocknet
Trockene Augen bei Bildschirmarbeit entstehen vor allem durch eine Sache, nämlich zu seltenes Blinzeln. Beim konzentrierten Blick auf den Monitor sinkt die Lidschlagfrequenz deutlich. Statt der üblichen 15 bis 20 Mal pro Minute blinzeln wir oft nur noch 5 bis 7 Mal.
Jeder Lidschlag verteilt den schützenden Tränenfilm gleichmäßig über das Auge. Bleibt er aus, verdunstet die Flüssigkeit schneller, als sie nachgebildet wird. So trocknet die Augenoberfläche aus und beginnt zu brennen oder zu jucken. Im Lauf eines Acht-Stunden-Tages summiert sich dieser Effekt enorm, denn das Auge bekommt kaum noch Gelegenheit, sich zwischendurch zu erholen.
Hinzu kommt, dass die Augen am Bildschirm ständig dieselbe Nahdistanz fixieren. Die Muskulatur, die für das scharfe Sehen in der Nähe sorgt, bleibt dauerhaft angespannt und ermüdet. Das verstärkt das Gefühl schwerer, müder Augen am Abend zusätzlich.
Fachleute sprechen beim Zusammenspiel dieser Beschwerden auch vom Office Eye Syndrom. Es ist keine schwere Erkrankung, sondern ein deutliches Signal, dass die Augen überlastet sind. Wer das Phänomen Bildschirm trockene Augen kennt, kann mit den richtigen Gewohnheiten viel dagegen tun. Besonders tückisch ist, dass viele den Zusammenhang gar nicht bemerken und die Beschwerden einfach hinnehmen. Dabei lässt sich gerade hier mit wenig Aufwand viel erreichen.
Diese Anzeichen zeigen gestresste Augen am Bildschirm
Die Beschwerden äußern sich ganz unterschiedlich. Im Netz kursieren dafür viele Bezeichnungen, von Augen gereizt Bildschirm über Augen trocken Bildschirm bis hin zu müde Augen Bildschirmarbeit. Gemeint ist meist dasselbe überlastete Auge.
Typisch sind mehrere Anzeichen, die einzeln oder gemeinsam auftreten:
- Trockenheit und Brennen, oft am späten Nachmittag am stärksten
- Rötung und Jucken der Augen
- Verschwommenes Sehen, das nach dem Blinzeln kurz besser wird
- Müdigkeit und Druckgefühl rund um die Augen
- Tränende Augen als Reaktion auf die Trockenheit
Gerade der letzte Punkt überrascht viele. Manche kennen es als Augen tränen Bildschirm, denn das Auge versucht, die Trockenheit mit einem Schwall Tränenflüssigkeit auszugleichen. Ob Sie es nun gereizte Augen Bildschirm oder anders nennen, die Ursache ist meist dieselbe. Wichtig ist, die Signale ernst zu nehmen und gezielt gegenzusteuern.
Wie stark die Anzeichen ausfallen, hängt oft von der Bildschirmzeit und der Raumluft ab. An manchen Tagen sind sie kaum spürbar, an anderen begleiten sie Sie bis in den Feierabend. Sobald der Bildschirm aus ist, klingen die Symptome bei vielen Menschen wieder ab.
Mit der 20-20-20-Regel die Augen entlasten
Die wirksamste Sofortmaßnahme ist auch die einfachste. Die 20-20-20-Regel besagt, dass Sie alle 20 Minuten für 20 Sekunden in eine Entfernung von etwa 6 Metern blicken sollten. So bekommen die Augen regelmäßig eine kurze Pause vom starren Nahblick.
Der Blick in die Ferne entspannt die Augenmuskulatur, die sich beim Sehen am Bildschirm dauerhaft anspannt. Gleichzeitig blinzeln Sie in diesen Sekunden fast automatisch wieder häufiger und der Tränenfilm wird erneuert. Schon diese kurze Unterbrechung lindert trockene Augen am Bildschirm spürbar.
Damit die Regel nicht in Vergessenheit gerät, hilft ein kleiner Timer oder eine Erinnerung am Rechner. Nach einigen Tagen wird die Pause zur Gewohnheit. Längere Bildschirmpausen alle ein bis zwei Stunden ergänzen den Effekt zusätzlich.
Der Blick in die Ferne löst zudem die Anspannung der Augenlinse, die im Nahbereich ständig arbeitet. Wer im Großraumbüro sitzt, verbindet die Pause gut mit einem Blick zum Fenster oder einem kurzen Gang durch den Raum. Viele empfinden danach ein deutlich angenehmeres Sehgefühl.
Bewusst blinzeln und für gute Raumluft sorgen
Neben den Pausen lohnt es sich, das Blinzeln wieder bewusst einzusetzen. Schließen Sie die Augen dabei ruhig vollständig, damit sich der Tränenfilm einmal komplett erneuert. Ein paar bewusste, langsame Lidschläge pro Stunde wirken gegen trockene Augen Bildschirm Beschwerden erstaunlich gut.
Auch die Raumluft spielt eine große Rolle. Trockene Heizungsluft im Winter und Klimaanlagen im Sommer entziehen den Augen zusätzlich Feuchtigkeit. Regelmäßiges Lüften und bei Bedarf ein Luftbefeuchter halten das Raumklima angenehm.
Trinken Sie außerdem über den Tag verteilt ausreichend Wasser, denn auch der Tränenfilm braucht Flüssigkeit. Diese kleinen Gewohnheiten kosten kaum Zeit und entlasten die Augen jeden Tag. Zusammen entfalten sie eine größere Wirkung, als man zunächst vermutet.
Ein einfacher Trick hilft beim Trinken, denn ein sichtbar auf dem Schreibtisch platziertes Glas Wasser erinnert ganz nebenbei daran. Auch Zimmerpflanzen verbessern das Raumklima auf natürliche Weise und heben die Luftfeuchtigkeit leicht an. So entsteht ein Umfeld, in dem die Augen weniger schnell austrocknen, und die Augenpflege wird ganz nebenbei zum Teil des Arbeitstags.
Den Bildschirmarbeitsplatz richtig einrichten
Ein gut eingerichteter Arbeitsplatz nimmt den Augen viel Stress ab. Der Monitor sollte im richtigen Abstand und leicht unter Augenhöhe stehen, damit der Blick sanft nach unten fällt. In dieser Haltung bleibt das Auge weniger weit geöffnet und trocknet langsamer aus.
Ebenso wichtig ist das Licht. Ein Bildschirm quer zum Fenster vermeidet störende Reflexe und Blendung, die die Augen zusätzlich anstrengen. Achten Sie auf eine gleichmäßige Beleuchtung ohne harte Kontraste zwischen Monitor und Umgebung.
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Einstellungen zusammen:
| Faktor | Empfehlung |
|---|---|
| Monitorabstand | 50 bis 80 cm |
| Bildschirmhöhe | Oberkante in oder leicht unter Augenhöhe |
| Blickwinkel | Leicht nach unten gerichtet |
| Aufstellung | Quer zum Fenster, blendfrei |
| Luftfeuchtigkeit | 40 bis 60 Prozent |
Ein zu hoch montierter Monitor zwingt Sie dazu, die Augen weit zu öffnen, was die Trockenheit verstärkt. Schon wenige Zentimeter tiefer machen einen spürbaren Unterschied. Achten Sie außerdem darauf, dass die Helligkeit des Bildschirms zur Umgebung passt und nicht wie eine Lampe in den dunklen Raum strahlt. Wer diese Punkte beachtet, beugt trockenen Augen am Bildschirm wirksam vor.
Die passende Brille für die Bildschirmarbeit
Oft steckt hinter müden Augen auch eine unpassende oder fehlende Brille. Eine unkorrigierte Fehlsichtigkeit zwingt die Augen zu Dauerarbeit und verstärkt die Beschwerden. Eine Bildschirm-Arbeitsplatzbrille ist genau auf den Abstand zum Monitor abgestimmt und entlastet so spürbar.
Eine gute Entspiegelung und ein passender Blaulichtfilter reduzieren Reflexe und Streulicht, die das Auge zusätzlich reizen. Wer im Nahbereich zwischen Tastatur und Monitor wechselt, profitiert außerdem von einer Computerbrille, die mehrere Arbeitsabstände abdeckt.
Eine Arbeitsplatzbrille unterscheidet sich deutlich von einer normalen Fernbrille, weil sie die typischen Abstände am Schreibtisch berücksichtigt. So sehen Sie Monitor, Tastatur und Unterlagen ohne ständiges Anpassen scharf. Das nimmt den Augen viel Anstrengung ab.
Damit eine solche Brille wirklich passt, kommt es auf eine genaue Vermessung an. Wir bestimmen Ihre Sehstärke und den individuellen Arbeitsabstand exakt, bevor wir eine Lösung empfehlen. So sitzt jede Stärke dort, wo Sie sie am Schreibtisch brauchen. Lassen Sie Ihre Brille zudem regelmäßig überprüfen, denn die Sehstärke verändert sich mit der Zeit.
Augentropfen und wann der Gang zum Augenarzt sinnvoll ist
Bei akuter Trockenheit können befeuchtende Augentropfen kurzfristig Linderung verschaffen. Sie ersetzen die fehlende Tränenflüssigkeit für eine Weile, beheben aber nicht die Ursache. Als alleinige Dauerlösung sind sie deshalb nicht gedacht. Greifen Sie im Zweifel zu konservierungsmittelfreien Tropfen, die das Auge weniger reizen, und probieren Sie aus, womit Sie sich am wohlsten fühlen.
Wichtig ist, die Beschwerden im Blick zu behalten. Halten trockene oder gereizte Augen über längere Zeit an, treten sie immer wieder auf oder verschlechtert sich Ihr Sehen, gehört das in fachärztliche Hände. Eine dauerhafte Reizung sollte immer ein Augenarzt abklären. Lieber einmal zu früh untersuchen lassen als eine ernste Ursache zu übersehen.
Als Optiker prüfen wir Ihre Sehstärke und beraten Sie zur passenden Brille für den Bildschirm. Mit einer sorgfältigen Augenglasbestimmung finden wir heraus, ob eine unpassende Korrektur Ihre Augen zusätzlich belastet. Die medizinische Abklärung der Augengesundheit bleibt dagegen Aufgabe des Augenarztes.
Entspannter durch den Bildschirmalltag
Gegen trockene Augen bei Bildschirmarbeit hilft kein einzelnes Wundermittel, sondern das Zusammenspiel vieler kleiner Maßnahmen. Regelmäßige Sehpausen, bewusstes Blinzeln, eine gute Raumluft und ein ergonomischer Arbeitsplatz bilden die Grundlage. Die passende Brille rundet das Ganze ab.
Seit über 50 Jahren kümmern wir uns in Bensberg um die Augen unserer Kundinnen und Kunden. Drei Augenoptikermeister nehmen sich Zeit, messen genau und beraten Sie zur idealen Lösung für Ihren Arbeitsplatz. So kommen Sie deutlich entspannter durch lange Tage am Monitor.
Probieren Sie am besten nicht alles auf einmal aus, sondern beginnen Sie mit ein oder zwei Maßnahmen. Was sich bewährt, behalten Sie bei, den Rest ergänzen Sie nach und nach. Ihre Augen begleiten Sie ein Leben lang, ein wenig Achtsamkeit im Alltag zahlt sich also dauerhaft aus.
Wenn Ihre Augen trotz aller Tipps gereizt bleiben, schauen wir gemeinsam, woran es liegt. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für eine persönliche Beratung, und wir finden die passende Unterstützung für Ihren Bildschirmalltag.





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